Inhalt dieses Artikels
1So denken Einbrecher
Um Einbrecher abzuschrecken, müssen Sie verstehen, wie sie denken: Einbrecher wollen schnell und unbemerkt rein und raus. Sie meiden Häuser, die bewohnt aussehen, schwer einzubrechen sind oder wo sie beobachtet werden könnten. Ihre Strategie sollte also sein: Macht es kompliziert, erhöht das Entdeckungsrisiko!
2Beleuchtung: Hell abschreckt
Licht ist einer der besten Einbruchsschützer:
- Bewegungsmelder: Schalten Licht an, wenn sich jemand nähert (10-30€)
- Zeitschaltuhren: Lassen Innenbeleuchtung automatisch angehen
- Smart-Beleuchtung: Per App steuerbar, simuliert Anwesenheit
- Außenbeleuchtung: Alle Eingänge gut beleuchten
- Dämmerungsschalter: Licht geht automatisch bei Dunkelheit an
3Anwesenheit simulieren
Ein bewohnt wirkendes Haus ist unattraktiv:
- TV-Simulator: Flackert wie ein echter Fernseher (ca. 20€)
- Zeitschaltuhren für Lichter: In verschiedenen Räumen, unterschiedliche Zeiten
- Radio/Musik: Mit Zeitschaltuhr in Fensternähe
- Vorhänge: Tagsüber auf, abends zu - auch im Urlaub
- Briefkasten leeren lassen: Volle Briefkästen = niemand zu Hause
4Mechanische Sicherungen
Die wichtigsten physischen Schutzmaßnahmen:
- Türen: Sicherheitsschloss mit VdS-Klasse B, Schutzbeschlag
- Fenster: Abschließbare Griffe, Pilzkopfverriegelung
- Kellerfenster: Gitter oder Stangensicherung
- Terrassentür: Besonders gut sichern (beliebter Einstieg)
- Garage: Oft vergessen, aber Eingang ins Haus
5Nachbarschaftshilfe
Die Nachbarn sind Ihr bester Schutz:
- Aufmerksame Nachbarn: Bitten Sie um gegenseitige Beobachtung
- Bei Abwesenheit informieren: Nachbar kann nach dem Rechten sehen
- Rollläden betätigen: Nachbar kann sie hoch/runter fahren
- Auto in der Einfahrt: Nachbars Auto dort parken im Urlaub
- WhatsApp-Gruppe: Schnelle Kommunikation bei Verdacht
6Alarmanlagen & Kameras
Technische Schutzmaßnahmen:
- Alarmanlage: Abschreckend, aber nur sinnvoll wenn auch jemand reagiert
- Attrappen: Können abschrecken, erfahrene Einbrecher erkennen sie
- Überwachungskameras: Legal im eigenen Bereich, abschreckend
- Smart-Home-Systeme: Bewegungsmelder, die aufs Handy melden
- Hunde: Statistisch sehr wirksam, besonders bellende
7Was Sie NICHT tun sollten
Diese Maßnahmen sind kontraproduktiv oder gefährlich:
- Schlüssel verstecken: Einbrecher kennen alle Verstecke
- Urlaub in Social Media posten: Öffentliche Einladung
- Alles dunkel lassen: Signalisiert Abwesenheit
- Einbrecher konfrontieren: Gefahr für Leib und Leben
- Fallen stellen: Illegal und gefährlich
Häufige Fragen
Was schreckt Einbrecher am meisten ab?
Laut Polizei: Aufmerksame Nachbarn, mechanische Sicherungen (besonders Pilzkopfverriegelung) und Hunde. Einbrecher geben in Befragungen an, dass sie bei Widerstand oder Entdeckungsgefahr sofort abbrechen.
Hilft eine Alarmanlage wirklich?
Eine Alarmanlage wirkt abschreckend, aber nur zusammen mit mechanischen Sicherungen. Die beste Alarmanlage nützt nichts, wenn der Einbrecher in 10 Sekunden drin ist und wieder weg, bevor jemand reagiert.
Schrecken Kamera-Attrappen Einbrecher ab?
Erfahrene Einbrecher erkennen Attrappen. Eine echte, gut sichtbare Kamera ist wirksamer. Noch besser: Eine Kamera kombiniert mit Bewegungsmelder-Licht.